Kabusecha – ein exklusiver grüner Halbschatten-Tee aus Japan

Das japanische Wort Kabusecha – oft auch Kabuse Cha oder Kabuse-Tee genannt – bezeichnet eigentlich keine spezielle Teesorte im engeren Sinne, sondern vielmehr eine spezifische Anbauart für grünen Tee. Diese sorgt nicht nur für einen besonders feinen und aromatischen Geschmack – den auch „Teeneulinge“ oft als angenehm empfinden - sondern macht Kabuse-Tee auch zu einem sehr exklusiven und von vielen Teekennern hoch geschätzten Produkt. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Kabuse Cha.

Was ist Kabusecha?

Die Anbaumethode Kabuse Cha hat in Japan – wo sie auch entwickelt wurde – eine sehr lange Tradition. Dabei deutet der Name bereits auf das Anbauverfahren hin - Kabusecha lässt sich nämlich mit „abgedeckter Tee“ oder „Netz-Tee“ übersetzen. Etwa ein bis zwei Wochen vor der Tee-Ernte in den Frühlingsmonaten werden über die bereits in hellen Grüntönen sprießenden Blätter der Teesträucher spezielle Netze gehängt. Früher wurden zu diesem Zweck auch Bambusmatten verwendet. Diese Netze heißen „kabuseru“ und geben dem Tee so seinen Namen. Die Netze sorgen dafür, dass nur etwa die Hälfte der Sonnenstrahlen den Teestrauch erreicht. Damit gehört Kabuse Cha – wie auch Gyokuro – zur Gruppe der beschatteten Tees. Weil aber nur ein Teil des Sonnenlichtes abgehalten wird, ist Kabusecha ein sogenannter Halbschatten-Tee.

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Welche Auswirkungen hat die Beschattung bei Kabusecha?

Wilde Teesträucher wuchsen früher selten im prallen Sonnenlicht, sondern vor allem im Halbschatten. Damals hielten natürlich keine Netze oder Bambusmatten die einfallenden Sonnenstrahlen ab, sondern der Schatten, den in der Nähe wachsende Bäume spendeten. Damit kommt die Beschattung des Tees den natürlichen und ursprünglichen Standortbedingungen des Teestrauchs entgegen. Kabusecha-Teeblätter zeichnen sich – je nach dem genauen Zeitpunkt der Pflückung – durch eine leuchtende, grünliche oder satte dunkelgrüne Farbe aus. Nach dem Aufguss in der Tasse reicht das Aussehen des Tees von Smaragdtönen bis zu einem grünlichen Gold mit leichter Trübung.

Die eigentliche Besonderheit ist aber der Geschmack. Denn die Beschattung sorgt nicht nur dafür, dass Kabuse-Tee mehr Wirkstoffe als herkömmlicher grüner Tee enthält, sondern auch für ein besonderes Aroma, das nicht von bitteren Geschmacksnoten getrübt wird. Kabuse Cha hat einen frischen Charakter und schmeckt angenehm nussig. Beim Abgang zeichnet er sich durch eine feine, harmonische Süße aus, die den Geschmack abrundet. Das überzeugt nicht nur Teekenner, sondern oft auch Teeneulinge.

Warum ist Kabusecha so exklusiv?

Der Anbau von Kabuse-Tee ist deutlich aufwendiger und mit höheren Kosten verbunden als bei den herkömmlichen Grünteevarianten – etwa bei klassischem Sencha. Spezielle Beschattungsnetze müssen nicht nur angefertigt, sondern auch gepflegt sowie nach und nach erneuert werden. Um die empfindlichen Teepflanzen und die jungen Triebe nicht zu beschädigen, werden die Netze zudem per Hand und nicht maschinell auf die Teesträucher gelegt und kurz vor dem Pflücken wieder entfernt. Diesen Aufwand sieht man dem Kabusecha nicht an, aber man kann ihn – in Form des außergewöhnlichen Aromas – schmecken.