Gyokuro - der Edle unter den Grüntees

Nicht umsonst heißt die Übersetzung von Gyokuro 'edler Tautropfen' oder 'kostbarer Tautropfen': Der japanische Grüntee gilt als Besonderheit und wird sorgfältig per Hand behandelt. Der Wirkung der Bambusmatten oder Netze, die kurz vor der Ernte die Teesträucher bedecken, verdankt er den Namen Schattentee.

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Gyokuro erlangt durch Bambusmatten seine Einzigartigkeit

Durch die Vermeidung der Sonnenstrahlen bildet Gyokuro deutlich weniger Bitterstoffe, die Polyphenole, aus - das erfordert umgekehrt für ein leckeres Tassenaroma wesentlich mehr Teeblätter. Andererseits regt das Schattendasein die Pflanzen zur erhöhten Chlorophyllbildung an. Diese Prozesse sorgen schließlich für einen ungemein milden und feinen Geschmack des Tees, der kaum an seine Zugehörigkeit zu den Grüntees erinnert. Auch werden nur die allerfeinsten Blätter verwendet. All diesen aufwendigen Umständen verdankt der japanische Gyokuro seinen höheren Preis.

Gyokuro gilt als ausgesprochen edel und wird in Japan oft zu besonderen Anlässen gereicht. Er schmeckt fast süßlich, was aufgrund seiner giftgrünen Tasse kaum zu vermuten ist. Sicher trägt zu diesem Ergebnis auch das Anbaugebiet bei. Beispielsweise ist die von Nebeln durchzogene Landschaft der Uji-Berge in der Nähe von Kyoto ein bevorzugtes Erntegebiet. Hier wird Gyokuro noch per Hand gepflückt, eine Seltenheit in Japan, und beispielsweise zu den attraktiven Nadeln der Sorte Gyokuro Uji Finest verarbeitet. Manche Teesorte wird nur einmal jährlich geerntet.