Weißer Tee Bio ist weder schneeweiß noch eine Abart des Grünen Tees, wie oft angenommen wird. Seinen Namen verdankt er dem zarten, silbrig schimmernden Flaum auf den ungeöffneten Blattknospen. Ursprünglich stammt Weißer Tee aus der chinesischen Provinz Fujian. Die weltweit steigende Nachfrage hat dazu geführt, dass er inzwischen in nahezu allen Teeanbaugebieten kultiviert wird. In seiner Herstellung steckt viel Handarbeit. Für die feinsten Qualitäten, allen voran Yin Zhen, die Silbernadel, werden ausschließlich ungeöffnete Knospen verwendet: etwa 30.000 Stück für ein Kilogramm Tee. Sorten wie Pai Mu Tan nehmen die Knospe zusammen mit den jüngsten Blättern. Diese Auslese ist ausschließlich in Handarbeit möglich.
Cremig, süßlicher weißer Tee, der an einen lauen Frühlingstag erinnert. Die ersten Knospen öffnen sich und frischer Blumenduft liegt in der Luft. Bald gibt es auch selbstgemachten Holunderblütensirup. Abgerundet von saftigem Pfirsich.
Alle Tees dieser Kategorie stammen aus zertifiziert biologischem Anbau. Das bedeutet konkret: kein gentechnisch verändertes Saatgut, keine synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel, keine Behandlung mit ionisierender Strahlung. Gepflückt wird ausschließlich von Hand, bei Weißem Tee gibt es dazu keine Alternative. Anschließend werden die Blätter an der Luft gewelkt und bei niedriger Temperatur getrocknet. Auch das Sortieren geschieht in Handarbeit.
Anders als Grüner Tee wird Weißer Tee nicht erhitzt, um die Oxidation zu stoppen — und anders als Schwarzer Tee wird er nicht gerollt, um sie in Gang zu bringen. Er oxidiert daher nur leicht und ganz von selbst, während er welkt. Damit sie nicht zu weit geht, müssen Welken und Trocknen genau im Blick behalten werden. Es ist die zurückhaltendste Verarbeitung, die ein Tee überhaupt erfährt, und genau daraus entsteht sein feines, mildes Aroma.
Warum Weißer Tee seinen Preis hat
Weißer Tee ist die aufwendigste und zugleich zurückhaltendste aller Teearten. 30.000 einzeln gepflückte Knospen für ein Kilogramm sind schlicht nicht anders zu haben, das erklärt den höheren Preis. Sein mildes, feines Aroma hat ihm in den letzten Jahren viele Liebhaber gebracht.
In unserem Sortiment finden Sie auch aromatisierte Varianten, etwa mit fruchtiger Mandarinennote, eine Köstlichkeit nicht nur für kalte Wintertage.
Wie Sie Ihren Tee trinken, bleibt Ihnen überlassen: viele mögen ihn pur, manche süßen ihn, andere geben Zitrone dazu. Für das beste Ergebnis liegt die Wassertemperatur bei 70 bis 80 °C. Heißeres Wasser löst zu viele Gerbstoffe, der Aufguss wird bitter und das feine Aroma geht verloren. Bei dieser Temperatur können Sie die Blätter ruhig in Kanne oder Tasse lassen. Und Weißer Tee lässt sich mehrfach aufgießen; der zweite und dritte Aufguss bringen oft die interessantesten Nuancen.