Genmaicha Tee

Ein Tee, der ausgefallen, mild, weich und edel im Geschmack ist, ist der sogenannte Genmaicha. Der Überlieferung nach entstand diese Teesorte bereits vor über 500 Jahren, als ein Bediensteter die frischen Teeblätter zu lange erhitzte. Als dann noch versehentlich dunkler Reis in den Tee fiel, bezahlte der Diener dies mit seinem Kopf. Sein Herr wollte den ungewöhnlich aussehenden Tee dennoch kosten und stelle fest, dass der Geschmack ebenso ungewöhnlich ist, wie es das Aussehen vermuten ließ. Andere Erzählungen berichten davon, dass Genmaicha absichtlich mit Reis angereichert wurde, damit der kostbare Tee länger reicht.

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Die Zusammensetzung des Genmaicha

Die Basis für Genmaicha ist grüner Tee. Gewonnen wird der Tee aus dem koffeinarmen Bancha-Tee oder dem kräftig-würzigen Sencha-Tee. Beide Sorten werden in den Regionen Hishida, Uji, Fukuoka, Shizuoka und Kyoto angebaut. Zusammen mit dem beigemengten Naturreis entsteht letztlich eine ganz besondere Geschmacksnote, die sich von nussig über leicht malzig bis zu markant süß bewegt. Die gerösteten Reiskörner verleihen Genmaicha außerdem ein leicht rauchiges Röstaroma. Genmaicha kann vom Kind bis zum Greis genossen werden, weil er nicht nur bekömmlich, sondern auch gut verträglich ist. Außerdem ist Genmaicha einer der wenigen grünen Tees mit einem süßlichen Karamell-Aroma, was ihn zusätzlich beliebt macht. Genmaicha ist daher eine der beliebtesten Teesorten – nicht nur in Japan, sondern weltweit.

Die Zubereitung von Genmaicha

Bei der Zubereitung des Tees (etwa zwei Teelöffel) sollte die Tasse vorgewärmt werden und das Wasser nicht mehr zu heiß sein, damit die enthaltenen Reiskörner nicht aufplatzen. Die Ziehzeit liegt beim ersten Aufguss (Genmaicha kann mehrmals verwendet werden) zwischen 30 und 60 Sekunden. Weitere Aufgüsse Genmaicha benötigen dann deutlich weniger Zeit.