Schwarzer Tee

Schwarzer Tee löste chinesischen Grüntee als beliebtestes Teegetränk der Europäer im 19. Jahrhundert ab. Diese Entwicklung wurde von den Briten durch eigene Teepflanzungen in ihren ostindischen, ceylonesischen und afrikanischen Kolonien angestoßen. Heute ist ein Tee-Sortiment ohne den Klassiker undenkbar: Ob edler Earl Grey oder starke Ostfriesenmischung: Schwarzer Tee ist für viele Teetrinker der Inbegriff feiner westlicher Teekultur. In manchen Ländern und Regionen Europas haben sich rund um den Schwarztee sogar ganz eigenständige Traditionen und Zeremonien etabliert, zum Beispiel in Großbritannien, Russland oder im deutschen Ostfriesland.

Artikel 1 bis 30 von insgesamt 170

pro Seite

Seite:
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. ...
  6. 6

Artikel 1 bis 30 von insgesamt 170

pro Seite

Seite:
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. ...
  6. 6

So unterschiedlich, wie die Vorlieben der Europäer und Genießer in aller Welt, so abwechslungsreich ist auch die Geschmacksvielfalt des Schwarztees. Die einen mögen ihn kräftig und vollmundig, die anderen bevorzugen einen zurückhaltend-milden Charakter. Ob pur genossen oder mit Milch, Sahne, Zitrone oder Kandiszucker abgerundet – schwarzer Tee ist ein wahrer Verwandlungskünstler mit vielen wohlschmeckenden Seiten.

Schwarzer Tee wird wie Grün- und Weißtee aus den Blättern der Teepflanze gewonnen. Beim Prozess des Welkens und Schrumpfens verlieren die Teeblätter zunächst viel Feuchtigkeit, werden danach gewalzt und dann folgt beim Schwarztee im Unterschied zu weißem und grünem Tee die Phase der vollständigen Oxidation vor der Trocknung. Je nach Teesorte, Anbaugebiet, Anbaumethode und Pflückung variieren Aroma und Tassenfarbe.

Apropos Tassenfarbe: Deren Spektrum reicht bei schwarzem Tee von hellem Gold über ein warmes Rot bis zum dunklen Braun – richtig tiefschwarz sind auch die dunkelsten Sorten nicht. Was die Aromen- und Sortenvielfalt anbelangt, bietet schwarzer Tee einen Querschnitt durch die Welt des Teegeschmacks.

Eine erste Orientierung ergibt sich durch die Unterteilung in klassische Teesorten, aromatisierte Schwarztees und Bio-Schwarztees. Weitere Unterscheidungskriterien sind die Herkunft, die Sorte oder Mischung und die Pflückung. Schwarzer Tee stammt überwiegend aus den Anbauregionen Assam, Ceylon, China, Darjeeling und Nepal, weniger bekannt sind Regionen wie Sikkim, Tansania und Vietnam. Jede Region steht für charakteristische Merkmale des dort angepflanzten Tees. So schmeckt ein Assam tendenziell stark malzig, ein Ceylon besonders kräftig, ein Darjeeling komplex und mild. Diese Charakteristika werden je nach Erntezeitpunkt abgeschwächt oder verstärkt, wobei die erste Ernte (First Flush) in der Regel als besonders qualitätvoll gilt. Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Blattsortierung: Schwarzer Tee wird in mehreren Blattgraden angeboten, die in sich nochmals in verschiedene Sortierungen unterteilt sind.