Ganze, tiefblaue Lavendelblüten - Spitzenqualität aus Frankreich.
Bereits im alten Ägypten wurde der charakteristische fein-herbe Duft der Lavendelblüten als Räucherwerk und Parfüm geschätzt. Die Griechen und Römer der Antike liebten die blauen Lavendelblüten als Badezusatz. Im Mittelalter war der Lavendel in allen Klostergärten zu finden. Auch Hildegard von Bingen, die bekannte Kräuter-Heilkundige, erwähnt den Lavendel in ihren Schriften. Etwas später hielt der Lavendel in private Kräutergärten Einzug und zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen der großflächige Anbau und die industrielle Ernte der Lavendelblüten. Zu den bekanntesten Anbaugebieten gehört auch heute noch die französische Provence. Auf der Route de la Lavande – der Lavendelstraße – sind im Sommer viele Touristen unterwegs, um die weiten duftenden Lavendelfelder zu bewundern.
Doch die Heimat des Lavendels liegt im Mittelmeerraum. Der Strauch gedeiht gut an trockenen warmen Hängen und ist inzwischen in ganz Südeuropa verbreitet. Das zur Familie der Lippenblütler gehörende Gewächs gilt als winterhart und ist wegen seiner leuchtenden violetten Lavendelblüten auch in vielen deutschen Staudengärten als Zierpflanze zu finden.
Die duftenden blau-violetten Lavendelblüten lassen sich vielseitig verwenden. Industriell durch Wasserdampfdestillation gewonnenes Lavendelöl wird in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt. Doch auch im Haushalt und in der Küche gibt es zahlreiche Verwendungszwecke. Beliebt ist ein Tee aus Lavendelblüten. Bereits der würzig-süße Duft mit dem leichten Anklang von frischer Zitrone und Minze regt die Sinne an und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit und Ruhe. Kenner schätzen den warmen, aromatischen, leicht an Rosmarin erinnernden Geschmack des Tees. Ein Löffel Honig im Tee rundet das Geschmackserlebnis perfekt ab. Die satte gelb-lila Farbe des Tees kommt in einer weißen Tasse gut zur Geltung. Und mit einigen kleinen Gebäckstücken wird die Teestunde zum Ruhepol im hektischen Alltag.
Doch nicht nur als Tee sind die Lavendelblüten in der Küche unentbehrlich. Sie verleihen süßem Gebäck und Desserts ein unvergleichliches Aroma, einige Lavendelblüten reichen zum Aromatisieren des Zuckers. Aber Lavendel verträgt sich auch mit herzhaften Speisen. Er ist Bestandteil der bekannten Kräutermischung "Herbes de Provence", Eintöpfe oder Salate erhalten durch die sparsame Zugabe einiger Lavendelblüten ein pikantes Aroma.
Und nicht zuletzt ist das Lavendelsäckchen aus Großmutters Zeiten inzwischen wieder zum beliebten Accessoire im Wäscheschrank geworden.
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