Ganze Hibiskusblüten aus Nigeria.
Purer Hibiskusblütentee wird in Ägypten - stark gesüßt - unter dem Namen "Karkade" als Nationalgetränk genossen. Auch im Sudan, Mexiko und der Karibik erfreut sich der Tee mit der tiefroten Farbe und dem leicht säuerlichen Geschmack großer Beliebtheit, nicht zuletzt deshalb, weil er einen optimalen Durstlöscher darstellt. In deutschen Teetassen landen Hibiskusblüten meist in Form einer Früchtetee-Mischung.
Seine leichte Säure verdankt Hibiskusblütentee v. a. den Blütenkelchen, während die intensive rote Farbe durch den hohen Gehalt an Flavonoiden hervorgerufen wird. Die Hibiskusblüten, welche eine Malvenart darstellen, werden kurz nach dem Öffnen behutsam von Hand gepflückt. Anschließend breitet man sie zum Trocknen aus, wobei Blütenblätter, die braune Stellen aufweisen, aussortiert werden.
Tee aus Hibiskusblüten kann sowohl heiß als auch - vor allem in den Sommermonaten - gekühlt getrunken werden. Durch die Zugabe von Zucker, Zitronenscheiben und Eiswürfeln lässt sich daraus ein leckerer Eistee herstellen. Durch die Zugabe von frischen Früchten entstehen noch weitere Geschmacksnuancen.
Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und kreieren Sie eigene Früchte- oder Kräuterteemischungen mit Hibiskusblüten! Achten Sie nur darauf, dass die Ziehzeit 10 Minuten nicht überschreitet, da der Tee andernfalls zu viel Säure enthalten könnte.
Oder stellen Sie selbst einen trendigen Hibiskusblütensirup her: Zuerst kocht man dafür Wasser mit Zucker auf und gibt dann einige Zitronenscheiben sowie Hibiskusblüten hinzu. Nach einigen Tagen kann man den Sirup abseihen und erhält so einen tiefroten Sirup, welcher nicht nur Cocktails und Eisbecher aufhübscht, sondern auch Prosecco einen exklusiven Touch verleiht.