Gyokuro aus Hoshino, einem der drei Kerngebiete des Yame-Gyokuro: herzhaftes Umami und milde Süße, am schönsten kühl aufgegossen bei 50 °C.
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36020
Beschreibung
Der Japan Yame Gyokuro Hoshino wächst im Bergdorf Hoshino, das sich einst die Teeblüte zur Gemeindeblume wählte: bis 2010 eine eigenständige Gemeinde, heute ein Ortsteil der Stadt Yame in der Präfektur Fukuoka und eines der drei Kerngebiete des Yame-Gyokuro. Die Teegärten liegen an sanft geneigten Hängen des Mittelgebirges, und die Lage begünstigt Morgennebel, unter dem die Sträucher vermehrt Umami-Substanzen einlagern.
Seinen Charakter verdankt der Gyokuro der Beschattung: Rund drei Wochen vor der Ernte nehmen die Teebauern den Sträuchern fast das gesamte Licht. Das Blatt färbt sich dabei tiefgrün, der Gehalt an Gerbstoffen sinkt, und die Aminosäuren rücken in den Vordergrund. Diese Verschiebung schmeckt man: ein herzhaftes, fast brühiges Umami, dahinter eine milde Süße; im Mund entfaltet der Tee seine ganze Weichheit. Der Aufguss schimmert klar und blassgelb in der Tasse; Gyokuro bedeutet wörtlich Jadetau.
Aufgegossen wird er recht kühl: 10 g Blätter auf nur 60 ml Wasser, auf 50 °C abgekühlt. Nach 90 Sekunden entfaltet sich der erste Aufguss. Der zweite Aufguss zieht mit etwas heißerem Wasser 30 Sekunden und stellt die herbere Seite des Tees daneben. Die japanische Sencha-Teekunst nennt dieses Prinzip Nisen-dashi: kühl für die Süße, heißer für die Herbe.
Herkunft
YameJapan
Höhenlage
Hügelland um die Stadt Yame ca. 50–200 m; Bergdorf Hoshino bis ca. 500 m
Erntezeit
Ichibancha ab Mitte/Ende April; Gyokuro und Tencha nach 2–3 Wochen Beschattung ab Anfang Mai
Terroir
Im Süden der Präfektur Fukuoka gelegen und das berühmteste Gyokuro-Anbaugebiet Japans — rund die Hälfte der nationalen Produktion, darunter der traditionell beschattete Dento Hon Gyokuro. Nebel aus den Flusstälern und große Tag-Nacht-Temperaturunterschiede fördern Theanin und Umami; das Bergdorf Hoshino („Sternendorf“) gilt als Herzstück des Yamecha.