Der Gyokuro Omura stammt aus Asahina, einem früheren Dorf, das heute als Ortsteil zur Stadt Fujieda gehört und in der Präfektur Shizuoka zum Anbaugebiet Shida zählt. Zu beiden Seiten umschließen Berge das Tal des Asahina-gawa und geben ihm das etwas kühlere Klima der Berglagen. Die Teegärten liegen an den Hängen beiderseits des Flusses. An seinem Oberlauf wird Gyokuro angebaut.
Der Überlieferung nach reicht der Teeanbau in Asahina bis in die Muromachi-Zeit zurück. Um 1897 wurde dort bereits Gyokuro hergestellt. Altmeister Omura hat die handgepflückten Blätter zu diesem Tee verarbeitet, der wegen seiner außergewöhnlichen Milde und Süße nach ihm benannt ist.
Die Süße entsteht in den zwei bis drei Wochen vor der Ernte, in denen die Teesträucher beschattet werden. Im Schatten behält das junge Blatt mehr Theanin, das die Pflanze in ihren Wurzeln bildet und das dem Aufguss später Süße und Umami verleiht. Weil zugleich die herben Katechine schwächer ausfallen, bleibt der Tee mild.
Die Süße, die das Blatt im Schatten bewahrt hat, kommt bei niedriger Wassertemperatur zur Geltung. Zwei Teelöffel (10 g) auf 60 ml Wasser von 50 °C ergeben einen kleinen, dichten Aufguss, der nach zwei Minuten Ziehzeit die volle Milde dieses Gyokuro zeigt. Dieselben Blätter eignen sich anschließend für einen zweiten Aufguss mit 30 Sekunden Ziehzeit.
Shizuoka Japan
Noch keine Bewertungen.