Der Japan Yame Sencha Tsuyobi kündigt seinen Charakter schon im Namen an: Tsuyobi heißt auf Japanisch 'starkes Feuer'. Kraftvoll und würzig. Diese beiden Worte drängen sich beim ersten Schluck auf, und dazu steigt aus der grünen Tasse ein kräftiges Aroma.
Er wächst in Yame, einer Teelandschaft der Präfektur Fukuoka auf der Insel Kyushu, in der die Überlieferung den Teeanbau bis ins Jahr 1423 zurückverfolgt. Die Teegärten der Region ziehen sich über sanft geneigte Mittelgebirgshänge entlang der Flüsse Yabe und Hoshino. Eine Lage, die Morgennebel begünstigt.
Die grüne Tasse hat ihre Ursache in der Verarbeitung: Wenige Stunden nach der Pflückung wird das Blatt gedämpft; der heiße Dampf stoppt die Oxidation und bewahrt das frische Grün, das sich später im Aufguss wiederfindet.
Auf den Dampf folgt am Ende der Herstellung ein zweiter Hitzeschritt, und der klingt im Namen dieses Tees an: die Feuerung, in Japan Hiire genannt. Sie gehört zur Endverarbeitung, in der aus dem rohen Blatt die fertige Ware wird: gesiebt, gefeuert, von Stängeln befreit und zu Partien zusammengestellt. Unter ihrer Hitze trocknet das Blatt nach und entwickelt seinen Röstduft; sie ist der Feinschliff eines Sencha, keine Röstung wie beim Hojicha. Und je kräftiger gefeuert wird, desto deutlicher treten röstige und würzige Noten hervor, während das Grasige zurücktritt. Genau in diese Richtung schmeckt dieser Tee.
Ideal für mindestens zwei Aufgüsse: 1,5 Teelöffel (6 Gramm) auf 180 Milliliter Wasser von 70 bis 80 °C ziehen 60 Sekunden; bei dieser milden Temperatur führt die Süße im Geschmack. Der zweite Aufguss bekommt heißeres Wasser von 80 bis 90 °C und ist nach 20 bis 30 Sekunden bereit: Im heißeren Aufguss holt das Wasser die herbe Kante aus dem Blatt, und die Tasse zeigt das starke Feuer, das der Name verspricht.
Yame Japan
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